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05.11.2014

DGAKI lädt gemeinsam mit dem AfA Spitzenpolitiker an den Planungstisch

Mit dem „Nationalen Aktionsplans Allergologie“ bringt das Aktionsforum Allergologie (AfA) unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) ein historische Einladung auf den Weg: Der Aktionsplan mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Allergikerversorgung in Deutschland richtet sich unmittelbar an den Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe. Mit ihm möchten die Verbände des AfA in den Dialog treten, um einen großen, gemeinsamen Schritt zu gehen. Der Titel des Aktionsplans erklärt die Motivation der Handelnden: „Allergien lassen Deutschland keine Zeit mehr,“ heißt es dort. Und weiter: „Ein gemeinsamer ´Nationaler Aktionsplan Allergie´ kann das Volksleiden beherrschbar machen.“

Der Ausgangspunkt des „Nationalen Aktionsplans Allergie“ ist die wissenschaftlich untermauerte Einordnung von Allergien als „Volkskrankheit“. Die rasante Zunahme von Allergien in Deutschland lässt diese Aussage zu: Schließlich sind bis zu 30 Millionen Bundesbürger im Verlaufe ihres Lebens von allergischen Erkrankungen mit zum Teil lebensbedrohlichen Folgen betroffen. Die Hälfte der Deutschen, so wird im Aktionsplan ausgeführt, ist bereits sensibilisiert.[1]

Einladung an den Bundesminister für Gesundheit mit konkreten Vorschlägen

Erstmalig haben nun sieben ärztliche Verbände gemeinsam die Initiative ergriffen: Sie sind sich sicher, „wenn nicht alle Beteiligten sich sehr bald mit aller Energie auflehnen“, wird die Anzahl der Allergiker weiter steigen und daher ist „ein  koordinierter Maßnahmen- und Aktionskatalog  gefragt, der im breiten Konsens realisiert wird“. Ein solcher Aktionsplan kann aus der Sicht der Ärzte nur im Einklang von Ärzteschaft und Politik unter Einbindung aller anderen Beteiligten realisiert werden. Das Bundesministerium wurde daher in diesem Sommer zur Mitarbeit am „Nationalen Aktionsplan Allergie“ eingeladen.

Konkret validierbare Maßnahmen wollen die Ärzte auf höchster Ebene diskutieren. Dazu gehören Aufgabenfelder wie die Vermeidung von Neuerkrankungen, die Stärkung der Früherkennung von Allergien, die Verbesserung der Allergiediagnostik, die evidenzbasierte Behandlung, die Reduktion berufsbedingter Allergien, aber auch die Verhinderung schwerer allergischer Krankheitsverläufe. In Verbindung mit der allgemeinen Verbesserung der Allergikerversorgung im Rahmen des vorgeschlagenen „Nationalen Aktionsplan Allergie“ kann nicht nur sehr viel Leid verhindert oder zumindest vermindert, sondern auch einen signifikanter Beitrag zur Reduktion der Gesundheitskosten geleistet werden.

Der „Nationale Aktionsplan Allergie“ liegt in Berlin vor. Die Einladung wurde von den Ärzten des Aktionsforums Allergologie gemeinsam ausgesprochen. Wenn sie angenommen wird, könnte ein neues Kapitel in der deutschen Allergikerversorgung schon bald aufgeschlagen werden.

 


1 Vgl. Spezialbericht Allergien, Teil 13 Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2000 und Berechnung auf Basis von: Langen, U. /Schmitz, R. /Steppuhn, H., Häufigkeit allergischer Erkrankungen in Deutschland – Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1), Robert Koch Institut, Berlin,  Bundesgesundheitsblatt  2013; 56: 698 – 706.








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